{"id":775,"date":"2016-02-25T03:38:51","date_gmt":"2016-02-25T02:38:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tristanhoffmann.de\/blog\/?p=775"},"modified":"2016-02-25T18:04:44","modified_gmt":"2016-02-25T17:04:44","slug":"nachstes-kapitel-jamaika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.tristanhoffmann.de\/?p=775","title":{"rendered":"N\u00e4chstes Kapitel: Jamaika"},"content":{"rendered":"<p>Wir sind seit Samstag in Jamaika und haben schon unglaublich viele tolle Erlebnisse gemacht, die wir jetzt endlich mit euch teilen wollen.<\/p>\n<p>Wir hatten aus St. Martin noch ein Hostel f\u00fcr die erste Nacht gebucht, um am Flughafen nicht ganz ohne Plan dazustehen. Das war r\u00fcckblickend auch eine gute Idee, die Wegbeschreibung zur Anfahrt mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln stellte sich allerdings als etwas schwierig heraus.<br \/>\nEs war zwar die Nummer des ab dem Flughafen zu nutzenden Busses angegeben, der Bus selbst fuhr aber nicht direkt am Flughafen ab und hatte keine Station. Wir mussten uns eine ganze Weile durchfragen, bis wir erfuhren, dass wir an der richtigen Seite einer nahegelegenen Tankstelle auf den Bus warten mussten.<br \/>\nAn dieser Stelle haben wir auch gleich gelernt, dass Jamaikaner zwar sehr gerne Dinge verkaufen, man sie aber dabei nicht ignorieren darf. Das ist hier sehr unh\u00f6flich und f\u00fchrt auch nicht zum gew\u00fcnschten Ergebnis. Ein &#8220;no thanks&#8221; f\u00fchrt da deutlich weiter und letztendlich hat uns so auch ein Taxifahrer auf den Bus hingewiesen.<\/p>\n<p>F\u00fcr l\u00e4cherliche 100 Jamaika-Dollar pro Person fuhren wir also nach Downtown Kingston, wie sich im Nachhinein herausstellen sollte wohl einer der gef\u00e4hrlichsten Orte in ganz Jamaika.<br \/>\nVon dem bekamen wir allerdings gar nichts mit. Wir h\u00e4tten die Station ohne unsere netten Mitreisenden sowieso verpasst, waren dort aber dann auch wieder ziemlich ratlos und mussten uns eine Weile durchfragen, bis wir den Anschlussbus nach &#8220;Halfway Tree&#8221; gefunden hatten.<br \/>\nEs ging nochmal eine ganze Weile durch die Stadt und wir waren erstaunt, dass doch alles wie ein gro\u00dfes Dorf aussah. Wirklich breite und vielspurige Stra\u00dfen haben wir ebenso vermisst, wie Geb\u00e4ude mit mehr als ein paar Stockwerken.<\/p>\n<p>Vom Halfway Tree aus mussten wir uns wieder etwas durchfragen, erreichten aber dann zum Gl\u00fcck relativ schnell unser Hostel.<\/p>\n<p>Auch hier war alles zun\u00e4chst etwas jamaikanisch unorganisiert, aber es gab ziemlich schnelles WLAN, nette Gemeinschaftsbereiche und ein sehr sch\u00f6nes Zimmer f\u00fcr uns zwei. Wir haben uns dann auch direkt an die Planung f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage gemacht und entschieden, uns am Blue Mountain Peak zu versuchen (2256 m).<\/p>\n<p>Leider sind wir dann am n\u00e4chsten Tag nicht so fr\u00fch losgekommen wie geplant, sondern waren erst gegen 13 Uhr wieder an der Busstation am Halfway Tree. Dort mussten wir fast eine halbe Stunde warten, bis endlich ein Bus nach Papine kam. Dort angekommen, war uns das Gl\u00fcck aber auch nicht hold &#8211; scheinbar waren Sonntags deutlich weniger Busse unterwegs. Nachdem wir fast eine Stunde dort gewartet hatten und mehrere komplett vollgestopfte Minibusse vor unserer Nase abgefahren sind (wir h\u00e4tten das selbst ohne die riesigen Rucks\u00e4cke beim besten Willen nicht mehr reingepasst), machten wir uns auf die Suche nach einem Taxi. Ein sehr netter aber unglaublich rasant fahrender Taxifahrer hat uns dann \u00fcber Stra\u00dfen, die f\u00fcr uns eigentlich ohne Allradantrieb unm\u00f6glich passierbar schienen, in seinem alten und klapprigen Kleinwagen bis nach Hagley Gap gefahren. Gl\u00fccklicherweise konnte er dort direkt einen Jeep mit einer Fuhre Sand auf der Ladezone hinten \u00fcberreden, uns noch die letzten paar Kilometer auf einer unglaublich schlechten und steilen Stra\u00dfe bis zu unserem Wanderausgangspunkt Penlyne Castle zu fahren.<\/p>\n<p>Bis wir dann dort ankamen war es allerdings bereits 17:00 Uhr und uns war klar, dass wir die Ranger Station auf ca. halbem Weg zum Peak (von unserem Ausgangspunkt 12 km und 1300 H\u00f6henmeter) nicht mehr im Hellen erreichen w\u00fcrden. Der Weg war auf OpenStreetmap auch nicht eingezeichnet, sodass wir uns auf die sp\u00e4rlichen Wegweiser verlassen mussten. Als es dunkel war, war der steile und enge Weg schon ein bisschen abenteuerlich, vor allem weil wir im Internet gelesen hatten, dass es in der Gegend versteckte Grasplantagen geben w\u00fcrde, die von scharf bewaffneten W\u00e4chtern bewacht w\u00fcrden, und die man aus versehen entdecken k\u00f6nnte, sollte man vom Weg abkommen.<\/p>\n<p>Dies blieb uns zwar gl\u00fccklicherweise erspart, die Ranger Station haben wir aber trotzdem erstmal verpasst. Zu unserem Gl\u00fcck kam und dann aber eine Touristengruppe mit Guide entgegen, die uns wieder mit zur\u00fcck nahmen.<\/p>\n<p>Die Ranger Station entpuppte sich als sehr einfache Holzh\u00fctte ohne Strom und war verschlossen, es schienen aber Leute anwesend zu sein. Wir klopften also und konnten unsere &#8220;Trail Fee&#8221; bezahlen. Au\u00dferdem wurde uns ein Zeltplatz auf einer Wiese mit mehreren Schildern &#8220;Camping verboten&#8221; zugewiesen.<\/p>\n<p>Die Nacht war leider f\u00fcr unsere Ausr\u00fcstung etwas kalt (gesch\u00e4tzt 10 Grad), aber es gelang uns, uns halbwegs gegenseitig zu w\u00e4rmen und ein bisschen zu schlafen. Morgens wurden wir dann vom richtigen Ranger geweckt, der unsere Trail Fee kassieren wollte und sehr \u00fcberrascht war, dass wir diese schon bezahlt hatten. Wie sich herausstellte, waren die Leute in der Ranger Station nur Bauarbeiter, die dir dort verf\u00fcgbaren H\u00fctten zur \u00dcbernachtung renovierten.<\/p>\n<p>Wir brachen nach einem Cornflakes-Fr\u00fchst\u00fcck dann Richtung Peak auf. Da die Bauarbeiter vertrauensw\u00fcrdig wirkten und unser Zelt noch nass war, haben wir es direkt stehen gelassen, zusammen mit den meisten schweren Sachen. Das war eine wirklich gute Idee, denn der Aufstieg zum Peak war ziemlich anstrengend.<\/p>\n<p>Oben angekommen, konnten wir dank Nebel und Wolken leider keine wunderbare Aussicht genie\u00dfen, daf\u00fcr aber beim Aufstieg unz\u00e4hlige tolle Pflanzen und V\u00f6gel bewundern. Oben haben wir dann auch immerhin noch einen Cache gefunden.<\/p>\n<p>Der Abstieg erforderte dann noch einmal unsere ganzen Kr\u00e4fte, da wir insgesamt ca. 1500 H\u00f6henmeter wieder hinunterklettern mussten und davon fast 1000 mit unserem gesamten Gep\u00e4ck auf dem R\u00fccken.<\/p>\n<p>Ein Jeep, der uns nach Hagley Gap mitnehmen k\u00f6nnte ist uns leider nicht begegnet, daher mussten wir bis dort laufen und verfehlten unseren Zeitplan dadurch nat\u00fcrlich komplett. Erst gegen 18:00 Uhr waren wir dort und versuchten dann, einen Bus Richtung Kingston zu erwischen.<\/p>\n<p>Letzlich kamen wir dort nur weg, weil wir einfachen einen Autofahrer, der gerade aus Richtung Kingston ankam, gefragt haben, ob er uns ein St\u00fcck hinunterfahren k\u00f6nnte. Von dort kamen wir dann mit verschiedenen Minibussen bis nach Papine zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Wir waren einfach nur fertig und haben daher nur einen kleinen Stopp bei Fridays gemacht, um erstmal wieder etwas ordentliches zu essen. Danach sind wir wieder f\u00fcr eine Nacht ins Raggae Hostel gefahren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.tristanhoffmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/P2220348.jpg\" rel=\"attachment wp-att-785\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-785\" src=\"http:\/\/www.tristanhoffmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/P2220348-300x225.jpg\" alt=\"Nationalparkeingang\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.tristanhoffmann.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/P2220348-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.tristanhoffmann.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/P2220348-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.tristanhoffmann.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/P2220348-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.tristanhoffmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/P2210347.jpg\" rel=\"attachment wp-att-784\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-784\" src=\"http:\/\/www.tristanhoffmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/P2210347-300x225.jpg\" alt=\"Jeepfahrt\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.tristanhoffmann.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/P2210347-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.tristanhoffmann.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/P2210347-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.tristanhoffmann.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/P2210347-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind seit Samstag in Jamaika und haben schon unglaublich viele tolle Erlebnisse gemacht, die wir jetzt endlich mit euch teilen wollen. 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