{"id":772,"date":"2016-02-21T03:02:51","date_gmt":"2016-02-21T02:02:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tristanhoffmann.de\/blog\/?p=772"},"modified":"2016-02-21T03:09:16","modified_gmt":"2016-02-21T02:09:16","slug":"we-are-sailing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.tristanhoffmann.de\/?p=772","title":{"rendered":"We are sailing&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><b>Samstag, 06.02.2016<\/b><\/p>\n<p>Heute haben wir zum letzten Mal unser Zelt am Pic Paradies abgebaut und sind gegen 9 Uhr mit dem Mietwagen losgefahren. Wir haben zun\u00e4chst noch ein paar Dollar besorgt und anschlie\u00dfend zwei Mitsegler in ihrer Unterkunft abgeholt.<\/p>\n<p>Das Kennenlernen bei Fr\u00fchst\u00fcck und WLAN auf der Dachterrasse war sehr entspannt, es folgte ein anstrengender Tag, an dem wir den kompletten Einkauf erledigt haben. In einer Fahrt zum Supermarkt zu dritt haben wir 140 Liter Wasser, nochmal genau so viel andere Getr\u00e4nke und einen riesigen Berg Lebensmittel besorgt, damit wir halbwegs autark die n\u00e4chsten zwei Wochen \u00fcberleben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Abends haben wir dann zum ersten Mal in unserer Koje geschlafen und die anderen drei Crewmitglieder haben den T\u00f6rnbeginn sehr intensiv gefeiert.<\/p>\n<p><b>Sonntag, 07.02.2016<\/b><\/p>\n<p>Im Vergleich zum Rest der Crew (nach durchzechter Nacht) waren wir ziemlich fit und haben gut geschlafen. Sodann ging es los in Richtung Saba. Nach einem kurzen Ablegeman\u00f6ver unter Motor haben wir die Segel gesetzt und durften direkt die Kontrolle \u00fcber unser Schiff \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Julia \u00fcbernahm sofort souver\u00e4n das Steuer, sodass sich Skipper und Co-Skipper heute nur mal hin und wieder nach der Lage erkundigt haben.<\/p>\n<p>Abends haben wir dann vor Saba geankert.<\/p>\n<p><b>Montag, 08.02.2016<\/b><\/p>\n<p>Morgens sind wir mit unserer \u201cFernanda\u201d zum Hafen von Saba gefahren und dann per Dinghi an Land gegangen. W\u00e4hrend unser Skipper mit den Einreiseformalit\u00e4ten besch\u00e4ftigt war, haben wir in der Hafenbar gewartet. Dort wurden wir direkt von Einheimischen zum Bier eingeladen (vormittags!) und haben so schon einiges \u00fcber das Land bzw. die Insel erfahren.<\/p>\n<p>Per Taxi haben wir dann die ersten H\u00f6henmeter \u00fcberwunden (unter anderem durch The Bottom, die Hauptstadt) und dann trennten sich unsere Wege. Julia und ich haben uns auf den Weg zur h\u00f6chsten Erhebung von Saba gemacht, w\u00e4hrend die restliche Crew im Bizzy Bee Platz genommen hat.<\/p>\n<p>Die Hoffnung auf gute Aussicht hat sich leider nicht erf\u00fcllt, wir haben aber dann einen anderen R\u00fcckwegg auf der Suche nach verschiedenen Geocaches genommen und uns ziemlich verlaufen. Leider sind wir zwar auch an keinen Geocache n\u00e4her als ein paar hundert Meter herangekommen, haben daf\u00fcr aber fast die komplette Insel erlaufen und waren sehr froh, als wir uns endlich wieder nach Leewardside gefunden hatten und mit den anderen zur\u00fcck zum Boot aufbrechen konnten.<\/p>\n<p>Der geplante Nachtschlag nach Nevis ging dann leider ziemlich schief. Kurz nach dem Ablegen haben wir uns eine Leine \u201cgefangen\u201d, dass hei\u00dft sie hat sich in der rechten Schraube verhakt und diese somit blockiert. Zu allem Ungl\u00fcck war aber nach kurzer Fahrt \u00fcber die sehr flache Saba Bank auch noch die linke Schraube durch ein Fischernetz blockiert und das Ruder zwar noch funktionsf\u00e4hig, aber ebenfalls etwas eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Nach etwas hektischen Beratungen und sicher ziemlich teuren Telefonaten mit anderen Skippern, fiel die Entscheidung aufgrund der drohenden Man\u00f6vrierunf\u00e4higkeit, einen \u201cPan Pan\u201d Notruf abzusetzen (eine Stufe vor Mayday). W\u00e4hrend wir versuchten, irgendwie vom Kurs Venezuela abzukommen und mit dem Marine Rescue Coordination Center auf Martinique per Funk in Kontakt waren, konnte Malte (unser Skipper) mit K\u00fcchenmesser und Laser insgesamt 4 Fischernetze abschneiden, die unsere Motoren blockierten und uns sehr ausgebremst haben. Gl\u00fccklicherweise ging das Ruder dann auch wieder halbwegs, sodass wir die Rettungsaktion (nach drei Stunden war aber auch gerade ein Rettungsboot zu uns losgefahren) kurz vor Sonnenaufgang absagen konnten. Es folgte ein anstrengender Schlag unter Segel bis zur Bucht von Oranjestad auf St. Eustatius, wo wir ein paar Stunden vor Sonnenuntergang endlich eintrafen. In der Bucht gelang es Malte ziemlich schnell, alle Schrauben wieder freizuschneiden und wir konnten uns alle etwas Schlaf g\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>Mittwoch, 10.02.2016<\/b><\/p>\n<p>Mit wieder komplett funktionierendem Schiff und frischen Kr\u00e4ften sind wir heute nach Nevis gefahren. Da Wind und Welle leider komplett gegen uns arbeiteten (direkt frontal) w\u00e4re Segeln nur durch st\u00e4ndiges Kreuzen m\u00f6glich gewesen und h\u00e4tte wohl 20 Stunden gekostet. Daher sind wir per Motor gefahren, was zwar sehr entspannend (dank Autopilot) aber nat\u00fcrlich nicht so sch\u00f6n war, vor allem weil wir auch ordentlich durchgesch\u00fcttelt wurden.<\/p>\n<p>In der Sunshine Bar in Nevis gab es dann noch ein paar verdiente Cocktails \ud83d\ude42<\/p>\n<p><b>Donnerstag, 11.02.2016<\/b><\/p>\n<p>Heute habe ich mit Julia versucht auf den Navis Peak zu wandern, leider haben wir aber den richtigen Trail nicht gefunden, sodass wir letzlich nur \u00fcber die Insel gerirrt sind. Interessant war es aber trotzdem und wir haben es auch endlich mal geschafft, einen Geocache zu finden.<\/p>\n<p>Abends sind wir dann erneut per Motor Richtung Osten aufgebrochen.<\/p>\n<p><b>Freitag, 12.02.2016<\/b><\/p>\n<p>Zum Sonnenaufgang waren wir bei Sandy Island, einer winzigen aber unglaublich sch\u00f6nen Insel vor Antigua. Bis auf einen Mutigen waren wir alle zu m\u00fcde zum R\u00fcberschwimmen, sch\u00f6n war es aber trotzdem. Es ging dann weiter bis zum Hafen von Antigua, wo wir nach leichten Schwierigkeiten einen Liegeplatz zu finden, gegen 16:00 Uhr angelegt waren.<\/p>\n<p>Dann haben wir noch zu Fu\u00df die Insel erkundet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Samstag, 06.02.2016 Heute haben wir zum letzten Mal unser Zelt am Pic Paradies abgebaut und sind gegen 9 Uhr mit dem Mietwagen losgefahren. Wir haben zun\u00e4chst noch ein paar Dollar besorgt und anschlie\u00dfend zwei Mitsegler in ihrer Unterkunft abgeholt. 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